Make.com vs. Zapier Kosten 2026: Der ehrliche Preisvergleich
Alle Preisstufen, versteckte Kosten und reale Kostenbeispiele für Make.com und Zapier im direkten Vergleich.
Sie stehen vor der Entscheidung: Make.com oder Zapier? Beide Tools automatisieren Ihre Geschäftsprozesse -- aber die Preisunterschiede sind enorm. Was auf den ersten Blick günstig wirkt, kann bei genauerer Betrachtung teuer werden. In diesem Artikel vergleichen wir die Make.com Preise und Zapier Preise 2026 im Detail, rechnen reale Szenarien durch und zeigen Ihnen, welches Tool für welches Budget das richtige ist.
Einen umfassenden Funktionsvergleich inklusive n8n finden Sie in unserem Artikel Zapier vs. Make.com vs. n8n. Hier geht es ausschliesslich um die Kosten.
Preismodelle im Überblick: So rechnen Make.com und Zapier ab
Bevor wir die konkreten Zahlen vergleichen, müssen Sie verstehen, wie beide Tools abrechnen -- denn genau hier liegt der grösste Unterschied.
Zapier: Tasks als Abrechnungseinheit
Zapier rechnet in Tasks. Ein Task ist jede einzelne Aktion, die ein Zap (Workflow) ausführt -- ausgenommen der Trigger. Wenn Ihr Workflow 5 Schritte hat (1 Trigger + 4 Aktionen), verbraucht jede Ausführung 4 Tasks.
Das bedeutet: Ein scheinbar einfacher Workflow kann bei 100 Ausführungen pro Tag schnell 12.000 Tasks im Monat verbrauchen.
Make.com: Operations als Abrechnungseinheit
Make.com rechnet in Operations. Jede Aktion -- inklusive Trigger -- zählt als 1 Operation. Das klingt zunächst ähnlich, ist aber in der Praxis fairer, weil Make.com deutlich mehr Operations pro Preisstufe bietet und die Kosten pro Operation wesentlich niedriger liegen.
Warum der Unterschied entscheidend ist
| Merkmal | Zapier Tasks | Make.com Operations |
|---|---|---|
| Trigger zählt mit | Nein | Ja |
| Interne Aktionen (Filter, Router) | Zählen als Task | Zählen nicht |
| Kosten pro Einheit (Einstieg) | ~0,025€/Task | ~0,0009€/Operation |
| Inkludierte Einheiten (Einstieg) | 750/Monat | 10.000/Monat |
Das Ergebnis: Make.com bietet im Einstiegsplan über 13x mehr Einheiten als Zapier -- bei einem niedrigeren Preis. Aber Zahlen allein erzählen nicht die ganze Geschichte.
Alle Preispläne im Detail (Stand 2026)
Zapier Preise 2026
| Plan | Preis/Monat (jährlich) | Preis/Monat (monatlich) | Tasks/Monat | Zaps | Multi-Step | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Free | 0€ | 0€ | 100 | 5 | Nein | Nur 2-Step-Zaps |
| Starter | 19€ | 29€ | 750 | 20 | Ja | Filter, Formatter |
| Professional | 49€ | 69€ | 2.000 | Unbegrenzt | Ja | Paths, Webhooks |
| Team | 69€/User | 99€/User | 2.000 | Unbegrenzt | Ja | Shared Workspace |
| Enterprise | Auf Anfrage | Auf Anfrage | Custom | Unbegrenzt | Ja | SSO, Admin-Controls |
Make.com Preise 2026
| Plan | Preis/Monat (jährlich) | Preis/Monat (monatlich) | Operations/Monat | Szenarien | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Free | 0€ | 0€ | 1.000 | 2 aktive | Basisfunktionen |
| Core | 9€ | 10,59€ | 10.000 | Unbegrenzt | Custom Functions |
| Pro | 16€ | 18,82€ | 10.000 | Unbegrenzt | Priority Execution, Full-text Log Search |
| Teams | 29€ | 34,12€ | 10.000 | Unbegrenzt | Team-Rollen, Shared Variables |
| Enterprise | Auf Anfrage | Auf Anfrage | Custom | Unbegrenzt | SSO, Dedicated Support, Custom Limits |
Direkter Preisvergleich nach Plan-Niveau
| Niveau | Zapier | Make.com | Ersparnis mit Make.com |
|---|---|---|---|
| Gratis | 100 Tasks, 5 Zaps | 1.000 Ops, 2 Szenarien | 10x mehr Volumen |
| Einstieg (~20€/Monat) | 750 Tasks | 10.000 Operations | ~93% mehr Volumen |
| Mittelklasse (~50€/Monat) | 2.000 Tasks | 10.000 Ops + Pro-Features | ~80% mehr Volumen |
| Team (~70€/User/Monat) | 2.000 Tasks/User | 10.000 Ops + Team-Features | ~80% mehr Volumen |
Die versteckten Kosten: Was in den Preistabellen fehlt
Die Listenpreise erzählen nur die halbe Geschichte. Beide Tools haben Kostenfallen, die erst im Betrieb sichtbar werden.
Versteckte Kosten bei Zapier
1. Premium AppsViele beliebte Integrationen sind als "Premium" klassifiziert. Diese sind erst ab dem Starter-Plan verfügbar. Dazu gehören unter anderem Salesforce, HubSpot (Marketing), Microsoft Dynamics und diverse Datenbank-Konnektoren.
2. Task-Explosion bei Multi-Step-ZapsEin 10-Schritte-Workflow verbraucht 9 Tasks pro Ausführung. Bei 50 Ausführungen/Tag sind das 13.500 Tasks im Monat -- der Professional-Plan reicht dann nicht mehr.
3. Overage-KostenWenn Sie Ihr Task-Limit überschreiten, werden zusätzliche Tasks automatisch berechnet. Die Preise liegen oft über dem regulären Pro-Rata-Preis.
4. Keine Pause-MöglichkeitPausierte Zaps verbrauchen keine Tasks, aber die Monatspauschale läuft weiter.
Versteckte Kosten bei Make.com
1. Operations-Verbrauch bei FehlernAuch fehlgeschlagene Operations zählen zum Kontingent. Ein schlecht konfigurierter Workflow kann Operations "verbrennen".
2. Daten-Transfer-LimitsJeder Plan hat ein Daten-Transfer-Limit (z.B. 1 GB beim Core-Plan). Wer grosse Dateien verarbeitet, braucht schnell einen höheren Plan.
3. Ausführungszeit-LimitsWorkflows, die länger als das Zeitlimit laufen (abhängig vom Plan), werden abgebrochen. Für komplexe Prozesse kann ein Upgrade nötig sein.
4. Webhooks und erweiterte FeaturesBestimmte Funktionen wie Custom Webhooks, Volltext-Logsuche und Priority Execution sind erst ab dem Pro-Plan verfügbar.
Gesamtkosten-Vergleich (Total Cost of Ownership)
| Kostenfaktor | Zapier | Make.com |
|---|---|---|
| Basispreis | Höher | Niedriger |
| Premium-Konnektoren | Zusatzkosten | Meist inklusive |
| Overage-Kosten | Teuer | Moderat |
| Team-Verwaltung | Ab Team-Plan (69€/User) | Ab Teams-Plan (29€) |
| Einarbeitungszeit | 2-5 Stunden | 5-15 Stunden |
| Agentur-Support | Weit verbreitet | Wachsend |
Die Einarbeitungszeit bei Make.com ist höher. Das sollten Sie einkalkulieren, denn Ihre Zeit hat auch einen Preis. Falls Sie Unterstützung benötigen, finden Sie in unserem Artikel über Make.com Agenturen hilfreiche Informationen.
Reale Kostenszenarien: Was zahlen Sie wirklich?
Genug Theorie. Hier sind drei realistische Szenarien mit durchgerechneten Kosten.
Szenario 1: Kleines Unternehmen (5-10 Mitarbeiter)
Anforderung: 3 einfache Workflows (CRM-Sync, E-Mail-Benachrichtigungen, Formular-Verarbeitung). Ca. 500 Workflow-Ausführungen pro Monat mit durchschnittlich 4 Schritten.| Posten | Zapier | Make.com |
|---|---|---|
| Benötigte Einheiten | 1.500 Tasks/Monat | 2.000 Ops/Monat |
| Passender Plan | Professional (49€) | Core (9€) |
| Jährliche Tool-Kosten | 588€ | 108€ |
| Differenz | -- | 480€ gespart/Jahr |
Szenario 2: Mittelstand (50-200 Mitarbeiter)
Anforderung: 10-15 Workflows (Lead-Management, Rechnungsverarbeitung, HR-Onboarding, Reporting). Ca. 5.000 Workflow-Ausführungen pro Monat mit durchschnittlich 6 Schritten. 3 Team-Mitglieder nutzen das Tool.| Posten | Zapier | Make.com |
|---|---|---|
| Benötigte Einheiten | 25.000 Tasks/Monat | 30.000 Ops/Monat |
| Passender Plan | Team (3x 69€ = 207€) + Overage | Teams (29€) + 20.000 Extra-Ops (~10€) |
| Geschätzte Overage | ~200€/Monat | ~10€/Monat |
| Monatliche Tool-Kosten | ~407€ | ~39€ |
| Jährliche Tool-Kosten | ~4.884€ | ~468€ |
| Differenz | -- | ~4.416€ gespart/Jahr |
Szenario 3: Wachsendes Unternehmen (200+ Mitarbeiter)
Anforderung: 30+ Workflows, Multiple Teams, 20.000 Workflow-Ausführungen pro Monat mit durchschnittlich 8 Schritten. 10 Team-Mitglieder.| Posten | Zapier | Make.com |
|---|---|---|
| Benötigte Einheiten | 140.000 Tasks/Monat | 160.000 Ops/Monat |
| Passender Plan | Enterprise (individuell) | Enterprise (individuell) |
| Geschätzte monatliche Kosten | 1.500-3.000€ | 300-800€ |
| Geschätzte jährliche Kosten | 18.000-36.000€ | 3.600-9.600€ |
Wann ist Zapier trotzdem die bessere Wahl?
Trotz der höheren Preise gibt es Situationen, in denen Zapier seinen Preis rechtfertigt:
1. Maximale Einfachheit gefragtWenn nicht-technische Mitarbeiter selbst Workflows erstellen sollen, ist Zapier unschlagbar intuitiv. Die Einarbeitungszeit ist 3-5x kürzer als bei Make.com.
2. Seltene Integrationen benötigtMit über 7.000 Apps hat Zapier die grösste Integrationsbibliothek. Wenn Sie Nischen-Tools anbinden müssen, die Make.com (1.500+ Apps) nicht unterstützt, gibt es keine Alternative.
3. Minimales VolumenBei unter 100 Tasks pro Monat ist Zapier's Free-Plan ausreichend und kostet nichts.
4. Schnellster Go-LiveFür einen schnellen Proof-of-Concept oder eine zeitkritische Automatisierung ist Zapier oft schneller aufgesetzt.
5. US-Unternehmen ohne EU-AnforderungenWenn DSGVO keine Rolle spielt, ist Zapier's US-Infrastruktur kein Nachteil.
Wann ist Make.com die klare Wahl?
1. Budget ist begrenztBei jedem Volumen über dem Free-Tier ist Make.com deutlich günstiger. Die Ersparnis liegt bei 50-90%.
2. Komplexe WorkflowsMake.com's visueller Builder ist für verzweigte, komplexe Szenarien besser geeignet als Zapier's lineare Struktur.
3. EU-Datenhaltung gewünschtMake.com bietet EU-Server. Für DSGVO-sensible Daten ein wichtiger Vorteil. Mehr dazu in unserem Artikel über DSGVO-konforme Zapier-Alternativen.
4. Skalierung geplantWer weiss, dass das Automatisierungsvolumen wachsen wird, fährt mit Make.com deutlich günstiger.
5. Agentur-ZusammenarbeitDas Teams-Feature von Make.com ist bei 29€/Monat deutlich günstiger als Zapier's Team-Plan (69€/User/Monat). Eine Make.com Agentur kann direkt in Ihrem Workspace arbeiten.
Migrationkosten: Was kostet der Wechsel?
Falls Sie bereits Zapier nutzen und zu Make.com wechseln möchten, sollten Sie die Migrationskosten einplanen:
| Faktor | Kosten |
|---|---|
| Einfacher Workflow (2-3 Schritte) | 1-2 Stunden Aufwand |
| Mittlerer Workflow (5-8 Schritte) | 3-5 Stunden Aufwand |
| Komplexer Workflow (10+ Schritte) | 5-10 Stunden Aufwand |
| Externer Agentur-Stundensatz | 80-150€/Stunde |
| Typische Migration (10 Workflows) | 2.000-5.000€ |
FAQ: Häufige Fragen zu Make.com vs. Zapier Kosten
Ist Make.com wirklich so viel günstiger als Zapier?Ja, in den meisten Szenarien ist Make.com 50-90% günstiger als Zapier. Der Hauptgrund sind die deutlich niedrigeren Kosten pro Operation im Vergleich zu Zapier's Task-Preisen. Bei 10.000 monatlichen Ausführungen zahlen Sie bei Make.com ab 16€, bei Zapier mindestens 49-149€. Der Unterschied wächst mit dem Volumen.
Gibt es bei Make.com auch einen kostenlosen Plan?Ja. Make.com bietet einen Free-Plan mit 1.000 Operations pro Monat und 2 aktiven Szenarien. Das reicht für erste Tests und sehr einfache Automatisierungen. Zapier bietet ebenfalls einen Free-Plan, allerdings nur mit 100 Tasks und ohne Multi-Step-Workflows.
Kann ich von Zapier zu Make.com migrieren?Ja, eine Migration ist möglich, erfordert aber eine Neuerstellung der Workflows. Es gibt kein automatisches Import-Tool. Je nach Komplexität und Anzahl der Workflows sollten Sie 2.000-5.000€ für eine professionelle Migration einplanen. Die Investition rechnet sich durch die niedrigeren laufenden Kosten meist innerhalb eines Jahres.
Was passiert, wenn ich mein Operations- oder Task-Limit überschreite?Bei Zapier werden zusätzliche Tasks automatisch berechnet (Overage). Sie können auch vor Erreichen des Limits ein Upgrade durchführen. Bei Make.com können Sie Operations-Pakete nachkaufen oder den Plan upgraden. Make.com ist bei Überschreitungen deutlich günstiger als Zapier.
Welches Tool ist besser für E-Commerce?Make.com ist für E-Commerce die bessere Wahl. Die niedrigeren Kosten machen sich bei den typischerweise hohen Volumina (Bestellungen, Lagerbestandsupdates, Kundenbenachrichtigungen) stark bemerkbar. Ausserdem bietet Make.com leistungsstarke Integrationen für Shopify, WooCommerce und andere E-Commerce-Plattformen mit fortgeschrittenen Datenmanipulationsmöglichkeiten.
Lohnt sich Zapier's Team-Plan?Zapier's Team-Plan kostet 69€ pro User pro Monat. Bei 5 Team-Mitgliedern sind das 345€/Monat. Make.com's Teams-Plan kostet 29€/Monat für das gesamte Team. Wenn Teamarbeit wichtig ist und Budget eine Rolle spielt, ist Make.com's Teams-Plan die wirtschaftlichere Option.
Berücksichtigen die Preise auch die Implementierungskosten?Nein, die hier verglichenen Preise sind reine Tool-Kosten (Softwarelizenzen). Die Implementierung -- also das Aufsetzen und Konfigurieren der Workflows -- kommt zusätzlich hinzu. Make.com hat eine steilere Lernkurve, was initial mehr Implementierungszeit bedeuten kann. Langfristig gleicht sich das durch die niedrigeren laufenden Kosten aus. Einen vollständigen Kostenüberblick inklusive Implementierung finden Sie in unserem Artikel Prozessautomatisierung Kosten.
Sollte ich statt Make.com und Zapier lieber n8n nutzen?Wenn Sie technisches Know-how haben oder hohe Volumina automatisieren, ist n8n Self-Hosted die günstigste Option (nur Serverkosten, ab ca. 10-20€/Monat). Für die meisten Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung bietet Make.com jedoch das beste Gleichgewicht aus Preis, Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang. Den vollständigen Drei-Wege-Vergleich finden Sie in Zapier vs. Make.com vs. n8n.
Unser Fazit: Make.com gewinnt beim Preis -- Zapier bei der Einfachheit
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Make.com ist in fast jedem Szenario deutlich günstiger als Zapier. Bei mittleren Volumina sparen Sie 80-90% der Tool-Kosten. Für preisbewusste Unternehmen ist Make.com die rationale Wahl.
Zapier rechtfertigt seinen höheren Preis nur in spezifischen Fällen: maximale Einfachheit, die grösste App-Auswahl oder wenn bereits eine gewachsene Zapier-Infrastruktur existiert.
Unsere Empfehlung nach Budget:| Budget | Empfehlung |
|---|---|
| Unter 20€/Monat | Make.com Core |
| 20-50€/Monat | Make.com Pro |
| 50-200€/Monat | Make.com Teams oder n8n Cloud |
| Über 200€/Monat | Make.com Enterprise oder n8n Self-Hosted |
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